Unternehmensbewertung 2025: Die 4 wichtigsten Methoden für KMU

Blog
13. Januar 2026

Für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in der Schweiz ist die präzise Bestimmung des Unternehmenswertes von zentraler Bedeutung. Ob für Investitionsentscheidungen, Verkauf oder Erbschaft – die Auswahl der passenden Bewertungsmethode kann entscheidend sein. In diesem Artikel stellen wir die vier gängigsten Bewertungsmethoden vor: die Discounted-Cash-Flow-Methode (DCF), den Ertragswert, den Substanzwert und Multiplikatoren.

DCF-Methode: Wert durch zukünftige Cashflows

Die DCF-Methode zählt zu den verbreitetsten Verfahren zur unternehmensbewertung. Diese Methode ermittelt den Wert eines Unternehmens durch die Diskontierung seiner erwarteten zukünftigen Cashflows. Dadurch wird die Annahme getroffen, dass der Wert eines Unternehmens auf der Fähigkeit basiert, zukünftige Erträge zu generieren.

Ertragswertverfahren: Der Fokus auf zukünftige Erträge

Ein weiteres traditionelles Verfahren ist das Ertragswertverfahren. Im Vergleich zur DCF-Methode legt es den Fokus auf die zu erwartenden Gewinne des Unternehmens und berücksichtigt diese in der Bewertung. Der Ertragswert basiert auf der Annahme, dass der Unternehmenswert sich aus den zukünftigen Erträgen ergibt, welche mit einem risikoadjustierten Zinssatz kapitalisiert werden.

Substanzwertverfahren: Sichtbare Werte im Fokus

Das Substanzwertverfahren beurteilt den aktuellen Wert der materiellen und immateriellen Vermögenswerte des Unternehmens. Diese Methode eignet sich besonders für Unternehmen mit einem hohen Anteil an physischen Vermögensgegenständen. Hierbei wird der Wert der Vermögenswerte abzüglich der Schulden betrachtet.

Anwendung des Substanzwertverfahrens

Vor allem im produzierenden Gewerbe und bei KMU mit umfangreichem Anlagevermögen findet dieses Verfahren Anwendung. Es gilt jedoch zu bedenken, dass immaterielle Werte wie Kundenbeziehungen oder Marken in dieser Methode unterbewertet sein könnten.

Multiplikatorenverfahren: Vergleich durch Branchenbenchmarks

Das Multiplikatorenverfahren, auch als Marktwertmethode bekannt, nimmt einen vergleichsweise einfachen Ansatz. Es basiert auf dem Vergleich des Unternehmens mit ähnlichen Firmen der Branche. Hierbei werden Kennzahlen wie das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) oder das Umsatzmultiplikator herangezogen, um den Unternehmenswert zu bestimmen.

Fazit

Die Wahl der richtigen Bewertungsmethode hängt stark von den spezifischen Gegebenheiten des KMU ab. Während die DCF-Methode und das Ertragswertverfahren verstärkt auf zukünftige Potenziale abzielen, fokussiert das Substanzwertverfahren auf den buchhalterischen und materiellen Wert. Das Multiplikatorenverfahren bietet zudem einen schnellen Branchenvergleich. Für eine fundierte Unternehmensbewertung ist es oft gerechtfertigt, mehrere Methoden zu kombinieren oder spezialisierte Beratung in Anspruch zu nehmen.

Ihr Unternehmen bewerten lassen?

Erhalten Sie in wenigen Minuten eine indikative Bewertung Ihres Unternehmens.